Makler und Vermittler Podcast - Für Versicherungsmakler, -vertreter und Finanzdienstleister

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00:00:01: Heute habe ich Rainer Jacobus zu Gast, der wahrscheinlich bekannt ist als der Vorstandsvorsitzende der Idealversicherung.

00:00:08: Wo er zwanzig Jahre als Vorstand aktiv war und ich hab mit ihm über seine Sicht auf die Branche gesprochen wir haben über Sozialversicherungssysteme diskutiert Wir haben über die Daseinsberechtigung von Finanz- und Versicherungsberatung diskutiert und vieles mehr.

00:00:24: Und ja dieses Gespräch geht eine knappe Stunde und das legt ihr sehr ernst herz denn es zeigt nochmal wieder dass wir als Berater doch noch eine Zukunft haben, warum das so ist und was genau du daraus machen kannst.

00:00:37: Und solltest, dass erfährst du jetzt hier im Gespräch!

00:00:40: Ich wünsch dir viel Spaß dabei!

00:00:43: Hallo Herr Kobus ich freue mich auf unser Gespräch.

00:00:48: Ja vielen Dank für ihre Zeit und ich freu mich jetzt wirklich auf unser Gespräch denn ich mag es immer sehr mit Menschen zu sprechen die so viele Berufserfahrungen haben wie ich.

00:00:57: Lebenserfahrung Das trifft ja auch bei Ihnen fast zu, vielleicht nicht ganz.

00:01:02: Aber einige Jahre über siebenundzwanzig Jahre Tätigkeit in Vorständen in der Finanzienstleistung war das alles Finanzienstleistungen oder immer nur?

00:01:12: Naja es waren.

00:01:13: zwischendurch war ich mal knapp zwei Jahre Intrimsmanager bei einem Softwarehaus in Leinfelden echter Dingen bei der CoAGI.

00:01:21: Das ist aber.

00:01:22: die CoAG war bekannt dafür dass Sie Software-Lösungen, also Bestandsführungslösung für die Lebensinspecialität und die Lebensversicherung industriell hergestellt habe.

00:01:31: Da war ich zwei Jahre lang Intrimsmanager.

00:01:35: Aber ansonsten war es immer eigentlich immer an Finanzdienstleistung oder wie bei der CoA geht nahe an der Finanzdienste.

00:01:45: Wie fing die Reise denn an?

00:01:47: Man wird ja wahrscheinlich nicht direkt nach einem Studium oder nach einem Assistentenjob in den Vorstand berufen.

00:01:52: Wie ist das bei Ihnen gewesen?

00:01:54: Naja, ich hab so die klassische Ausbildung gemacht.

00:01:59: Hab dann irgendwann mein Fachwirt gemacht und bin dann durch mehr oder weniger großen Zufall dort mit in Habe eines Versicherungsmarkler-Unternehmens Vorstand bei der Kater AG in Düsseldorf geworden.

00:02:20: Das war damals, oder ist immer noch ein genossenschaftlicher, eher genosstschaftlicher Zusammenschluss von Versicherungsmarklern in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft, denn das Unternehmen war damals in schweren Wasser und ich habe das dann mehrheitlich im Besitz der Wintertour Deutschland Beteiligungen AG.

00:02:41: Und ich habe das Unternehmen dann saniert und hab auch die Aktien, die noch bei der Wintertour Deutschland lagen an die beteiligten Versicherungsmakler weiter veräußert.

00:02:59: Wollte da nach fünf Jahren eigentlich wieder zurück in die Makler-Tätigkeit?

00:03:03: Bin aber dann angesprochen worden auf einen Vorstandsmandat bei der Core AG.

00:03:09: Die Core AG war ein... oder ja war ein Hersteller von Bestandsführungssoftware für insbesondere die Lebensversicherungen in Industrie mit den Subsystemen, insbesondere der Lackverjährungssubsysteme aber auch dem vertrieblichen Subsystem.

00:03:25: In Ex-Kassurschnittstelle und so weiter und sofort.

00:03:27: da habe ich dann zwei Jahre lang gearbeitet.

00:03:30: das Unternehmen war bösennotiert am neuen Markt.

00:03:33: eines der wenigen Unternehmens aus dem neuen Markt es überlebt hat heute aufgegangen in der MSG, in München.

00:03:46: Ja und dann, nach dem Ende meiner Tätigkeit dort habe ich überlegt was machst du?

00:03:53: Und dann hatte ich mehrere Angebote bei Versicherungs-Vorstandsmandat zu übernehmen entschlossen, das war damals ein ganz kleiner Lebensversicher.

00:04:11: Auch der war in schwerem Wasser hatte Schwierigkeiten sein Geschäftsmodell zu definieren und ich habe dort deswegen angefangen – also viele haben das damals nicht verstanden – da hast du die größten Entwicklungsmöglichkeiten und den größten Gestaltungsspielraum.

00:04:31: Und ich fand auch den Ansatz, der dort schon diskutiert wurde.

00:04:38: Der Spezialisierung auf die ältere Zielgruppe oder überhaupt eine Spezialisierung hoch interessant.

00:04:45: Sie kennen ja wahrscheinlich die These von Professor Farni dass in einem deregulierten Markt zwei Typen von Versichern überleben werden einmal die großen Generalisten das heißt die auf der Heutzontan auf der Vertikan alle Produkte anbieten für alle Kundengruppen, also die Allianzens Zürichs und so weiter dieser Welt.

00:05:08: Und auf der anderen Seite werden überleben die kleinen Spezialisten.

00:05:11: Ja?

00:05:12: Und ich war ein großer Anhänger dieser These.

00:05:15: Ninetevierneunzig war ja die Deregulierung das heißt das Ende der materiellen Staatsaufsicht und die Folgen zeigten sich ja dann erst einige Jahre später.

00:05:29: Anfang der Nullerjahre fingen dann auch die großen Fusionen an, die übrigens genau darauf eingezahlt haben auf diese Bipolarisierung der Strukturen.

00:05:45: Und da habe ich die größten Entwicklungsmöglichkeiten gesehen.

00:05:49: und am ersten Neunten in den Jahren Am Anfang war es schwer, muss man sagen.

00:05:59: Das Unternehmen hatte praktisch keinen Vertrieb mehr und kein Neugeschäft mehr.

00:06:03: dazu kamen das am elften neunten natürlich die Lebensversicherungsindustrie in eine große Krise.

00:06:08: gestürzt wurde durch die Anschläge in New York oder Washington.

00:06:14: In Verbindung damit war ein relativ großer Börsencrash mit dem Untergang der Mannheimer Lebensversicherung AG, die Gründung von Protektor.

00:06:24: Das habe ich alles live miterlebt als ganz junger Mann.

00:06:26: Ich glaube, ich war damals auch schon ein paar Jahre alt und das hat mich natürlich auch so ein bisschen gepackt.

00:06:35: Und ja, und so ging es dann los.

00:06:38: Zwei Jahre später war ich Vorstandsprecher und Vorsitzender und dann haben wir das Unternehmen entwickelt zu dem, was es heute ist.

00:06:50: Ja und jetzt ist der Max Beck in einem Amt und Ehren, den wir ja auch schon hier gelassen haben.

00:06:58: Und ich leite jetzt nach einem Jahr Pause den Aufsichtsrat der Obergesellschaft.

00:07:04: Mittlerweile ist die Ideal ein Konglomerat aus Unternehmen.

00:07:12: Das war eine der Wurzeln der Ideal Die Bestattung des Bestattungswesen.

00:07:19: bis in die zwanziger Jahre hinein war es ja in Deutschland erlaubt Bestattungen als Sachleistungen, als Versicher anzubieten.

00:07:29: Das heißt also die Vorläufer der Ideale das ist eine ganz große Anzahl von ganz kleinen Sterbekassen.

00:07:40: angeboten und haben dann auch Selbstbestattung gemacht.

00:07:43: Zu ideal gehörte dann auch die Julius Green-Eisen Gruppe, das war damals der größte deutsche Bestatter.

00:07:50: schon Ja und wir haben dann die Hauern AG mitgegründet Dann später ganz übernommen heute Deutschlands größter Bestatter Mit ich glaube, thirteenhundert Beschäftigten, hundertzwanzig Millionen etwa Umsatz die zu hundert Prozent der Ideale gehört.

00:08:11: oder auch was vielen ja bekannt ist, die Übernahme der MyLife Lebensversicherung in Göttingen.

00:08:18: Wo wir eine strategische Flanke geschlossen haben, die bei uns, die wir uns in der Ideal immer sehr intensiv unterhalten haben nämlich Wir hatten halt sehr performante Systeme für die klassische Lebensversicherungen.

00:08:34: Vielen ja auch bekannt Universal Life das war ja eine kleine Revolution auf dem Markt der Kapital, also der klassischen Lebensversicherung.

00:08:43: Aber wir hatten natürlich keine vongebundenen kapitalmarktorientierten Produkte und haben diese Lücke beschlossen mit der Übernahme von MyLife in Göttingen die sich im Übrigen prächtig entwickelt mit einem sehr geschickten und sehr progressiven Geschäftsmodell.

00:09:05: Also ich sage mal, ich vergleiche das immer so ein bisschen mit Trade Republic oder mit Scalable.

00:09:10: Das was Trade Republic und Scalible in der New Banking ist, ist die My Life im Bereich der Kapitalmarktorientierten der vangebundenen Lebensversicherung.

00:09:22: Ja spannend!

00:09:23: Jetzt würde ich gerne nochmal so ein zwei Sachen aufgreifen, die wir eben jetzt schon gehört haben.

00:09:27: Einmal würde ich noch einmal kurz zurückspringen.

00:09:29: ganz am Anfang haben sie gesagt Ich war selbst Markler.

00:09:34: Waren Sie mit Gründer oder einfach nur Mitarbeiter eines Marklerbetriebs?

00:09:37: Nein, ich war mit

00:09:41: Eigentümer eines

00:09:43: Marklers.

00:09:45: Ja, das war ein Markler der sehr stark mittelstandsorientiert war.

00:09:51: also wir haben seinerzeit im Bereich des mittleren Betriebsgrößen gearbeitet und hatten Spezialkonzepte für.

00:10:03: Das hat auch etwas mit meiner späteren Entwicklung zu tun.

00:10:05: Wir hatten Spezialkonzepte für Oberflächenbeschichter, also Feuerverzinker, Galvaniker und Pulwerbeschichte und deren Zulieferbetriebe.

00:10:15: Ohne dazu technisch zu werden muss man ja sagen das durch die Novellierung im Bereich der Umwelt- und Produkthaftung Und auch durch Entwicklungen in der Automobilzulieferindustrie, und das sind ja die Löwenanteil der Kunden dieser Unternehmen.

00:10:33: Die Versicherungssituation für diese unangenehm geworden ist.

00:10:37: also man hat Haftungsverlagerung von den Herstellern von Autos auf die Zuliefe vorgenommen.

00:10:43: Die ganz Alten werden sich noch erinnern, dass war der sogenannte Lopez Gutieres Effekt, der von VW kam.

00:10:49: Lopez war der Einkaufsvorstand Gutier es war seine rechte Hand.

00:10:52: Die haben halt gesagt, also wir können keine Haftung mehr übernehmen für Dinge die für uns zugeliefert werden.

00:10:59: Und man hat dann mit den Zuliefern Verträge gemacht, die diese Haftungen verlagert haben was sich natürlich unmittelbar insbesondere auf die Haftpflichtversicherung niedergeschlagen hat.

00:11:11: und da haben wir damals mit Erst-und Rückversichern ein Cover entwickelt, das ich unheimlich gut entwickelt... Also was unheimig gut im Markt war das Hauptstandbein und was natürlich alles da am Wegesrande dann fleucht mit KFZ-Flotten usw.

00:11:28: Alles am Rande dieser Unternehmen, das war ungefähr bei ungefähr sechzig-siebzig Prozent des gesamten Quartageumsatzes.

00:11:35: Und das hat mir auch sehr die Kontakte.

00:11:38: insbesondere zu den Rückversichern aber auch zu den Erstversicheren haben wir unheimlich geholfen als ich dann zur Ideal kam weil die Neuentwicklung von Produkten für ältere Leute, für älter Kundengruppen auch eine Menge mit, mit, drückversicherung zu tun hat und wir haben ja seinerzeit dann auch ein konzept entwickelt.

00:12:02: Mit so genannten white label lösung dass sie also für andere versicherprodukte hosten sagt würde man heute neudelstack und das ist natürlich auch hat auch eingezahlt auf die tatsache da sich im mark relativ gut bekannt war

00:12:18: Ist das dieses Produkt-Hosten, ist das mittlerweile das Kerngeschäft der Ideal geworden?

00:12:24: Das will ich so nicht sagen.

00:12:25: Die Ideal steht vertrieblich auf vielen Füßen.

00:12:29: Man hat sowohl konventionelles Markler-Geschäft man hat Pool-Gescheft auch sehr viel Bank-Assurance mittlerweile also über die Kooperationspartner-Bankengeschäft und man arbeitet natürlich mit.

00:12:41: ich glaube es sind mittlerweile zehn oder elf Erstversichern zusammen die Teile des Produkt Spektrums übernehmen in unterschiedlicher Ausprägung und das über ihre eigene Organisation verkaufen.

00:12:52: Ja, okay.

00:12:53: Wo ich nochmal darauf zurückkommen möchte ist dieser Wechsel zwischen den Positionen Geschäftsführer Makler dann gab es ja noch die Vorstandsposition bei dem anderen Unternehmen.

00:13:04: und dann zur Ideal.

00:13:05: so war glaube ich der Ablauf.

00:13:07: Wie ist das bei Ihnen abgelaufen?

00:13:09: Welche Netzwerke haben eine Rolle gespielt?

00:13:14: Ja, wie würden Sie das einordnen für jemanden der vielleicht auch heute in den Startlöchern steht um eben eine ähnliche vergleichbare Karriere zu starten?

00:13:24: Worauf kommt es da an und wie war

00:13:26: bei mir.

00:13:26: Bei mir ist vieles muss ich wirklich zugeben eher zufällig gelaufen was mir was mir unheimlich geholfen hat.

00:13:32: also im nachhinein muss man sagen dass die Tätigkeit als als markler Eine dritte Ausbildung war die Tätigkeit bei dem Soft, beim Pool.

00:13:44: Bei der Kata AG war eine vierte Ausbildung und die Tättigkeit bei der Core AG war ne fünfte Ausbildung.

00:13:51: Das heißt ich hab zum Beispiel bei Core AG das erlebt ja komplex doch die IT-Welt bei einem Versicherer ist.

00:14:06: Und was passiert, wenn man in so einem Labyrinth eines Großprojekts?

00:14:11: Wenn man sich das mal sowieso ein Labyrinthe vorstellt.

00:14:13: Sie kennen vielleicht den Herr der Ränge wo die Gefährten dann durch diesen Berg gehen, der aus dem Labyrinthen ist, angeführt von diesem Knoben mit dem Hammer in der Hand und wenn man da dreimal falsch abbiegt ins einen Labyrinthan, dann kommt man nicht mehr zurück.

00:14:28: also ich habe da unheimlich viel gelernt im IT-Umfeld Mit mitgenommen zum Beispiel aus dieser Tätigkeit IT-Projekte Managen heißt vieler vermeiden.

00:14:40: Ja, ich habe zweitens mitgenommen dass wenn ein Wenn ein ein Projekt an IT-projekt zu Achtzigfünfeinachtig Prozent umgesetzt ist dann muss man es beenden.

00:14:50: ja weil die letzten zehn fünfzehn Prozent sind so teuer und so nutzlos.

00:14:55: ja Dass das nichts nichts mehr bringt.

00:14:58: und drittens hab Ich gelernt dass man IT Projekte straff führen muss mit einer ganz, ganz hohen Sensibilität für Terminüberschreitungen.

00:15:12: Sie müssen sich das wie so ein Haus vorstellen, ich weiß nicht ob sie mal einen Haus gebaut haben.

00:15:19: Dann werden sie ja wissen dass es beim Hausbau das Eingewerke auf das andere aufbaut und wenn sie kein Putz an der Wand haben können sie keine Fliesen kleben Dach drauf haben, da kannst du keine Dachfahren drauflegen.

00:15:35: Und so ähnlich ist das bei einem IT-Projekt.

00:15:37: deswegen ist Termin Treue da unheimlich wichtig.

00:15:40: Das habe ich also mitgenommen und ja und hab das auch meinen Mitarbeitern immer wieder in Stammbuch geschrieben diese drei Grundsätze und das hat uns bei der Ideal vor glaube ich auch großen Fehlern bewahrt.

00:15:56: Sie kriegen IT- Projekte nie hin ohne dass sie Verscharrungen haben.

00:16:01: Wer das behauptet, der hat noch nie eins gemacht.

00:16:06: Aber das war so eine... Das hat mir sehr geholfen und was mir auch sehr gehorfen hat, war dass ich immer versucht habe Generalist zu sein.

00:16:18: Also ich komme ja ursprünglich eher aus dem Schadenunfallbereich, bin aber dann konvertiert in die Lebensversicherung.

00:16:30: Ich habe immer versucht, Generalist zu sein.

00:16:33: Weil ich der alten, altmodischen Ansicht bin, dass alles mit allem zusammenhängt und wenn man von allem ein bisschen was weiß dann ist das nie verkehrt.

00:16:43: also diese Spezialisierung war nie so mein Ding.

00:16:48: Ich hab mich eigentlich auch für alle Interessiert zu allen Disziplinen die so'n Versicherer... Ja, so betreibt.

00:16:57: Wie kommt man dann als Vorstand eines Versicherers?

00:17:00: Wo man ja wahrscheinlich noch einen Stab an direkten Mitarbeitern dann sofort auch hat?

00:17:05: wie kommt man mit den auf der Ebene klar die ihr dann wahrscheinlich eher schon sehr spezialisiert sind in jeden Fachbereichen.

00:17:16: Wie ist da das Akzeptanzlevel wenn es darum geht?

00:17:19: okay ich habe jetzt einen direkten Mitarbeiter als Vorstand.

00:17:21: der ist hoch gerade spezialisiert in seinem Thema Und ich bin der Generalist.

00:17:25: Gab es da öfter mal Meinungsverschiedenheiten oder vielleicht auch mal so ein bisschen Neid und Missgunz, oder irgendwie sowas?

00:17:32: Oder wie muss ich mir das vorstellen?

00:17:33: Nein

00:17:33: also das ist so... Ich war also insbesondere als ich dann relativ schnell Vorstandsvorsitzender war habe ich meinen Leuten immer gesagt Freunde was ihr mehr nicht mit drei Sätzen erklären könnt ja Da habe ich dann schon ein Problem mit.

00:17:50: Und das hat uns zum Beispiel in der Kapitalanlage auch vor Dummheiten bewahrt, ja?

00:17:54: Eine Kapital-Anlage die mir an mir nicht mit drei Sätzen erklären kann ist bei uns nicht ins Haus gekommen.

00:18:00: Wir haben natürlich auch Fehler in der kapitalen Lage gemacht wie alle aber wir haben zum Beispiel eine Kapital Anlage immer eine sehr nonkonformistische Strategie gefahren.

00:18:14: Das war so eine Sache und was ich meinen Mitarbeitern auch einmal gesagt hab Wir machen nicht das, was alle tun.

00:18:21: MeToo war schon immer eine ganz schlechte Strategie, ein ganz schlechtes Geschäftsmodell und wenn man mit den anderen Lemmungen auf die Klippe zu rennt dann stürzt man über die Klupper ab.

00:18:33: Das heißt wir haben Dinge grundsätzlich auch anders gemacht als andere.

00:18:37: Ja also dass das Bild was man ja insbesondere erlebt man das ja wenn man jetzt auf der DKM oder auf anderen Veranstaltungen es gibt ne Podiumsdiskussion ja denn sitzen da fünf Vorstände Und ein Moderator.

00:18:47: Der Moderator ist in der Regel dann irgendwie ein Journalist oder jemand, der sich in das Thema der Diskussion massiv reingenördet hat und dann sitzen da fünf Vorstände die meiner Meinung nach auch zu Recht so wie sie eher Generalisten als Spezialisten sind und dann sitzt dann Journalist, der dann das absolute Expertenwissen abfragt um vielleicht auch den einen oder anderen bewusst ein bisschen auflaufen zu lassen.

00:19:15: Ja, muss man das einfach ertragen.

00:19:16: oder wie sind sie damit umgegangen?

00:19:19: Sie sind ja sehr öfter mal Gast auf solchen Podien

00:19:21: gegeben.

00:19:22: Ich war ja mehrfach auch bei der DKL in der Elefantenrunde und da geht es natürlich also gerade wenn's hochkarre ich besetze unten sind, da geht schon ums große Ganzen.

00:19:35: Ich habe vermieden mich zur Runden einladen zu lassen wo es um absolute Spezialisten Themen geht.

00:19:45: Also gerade wenn das Thema aktuelle Fragestellungen oder auch ganz, ganz große IT-Themen angeht da habe ich vermieden mich zu positionieren weil im Zweifelsfall erzählen sie dann ohne Sinn ja aber bei den großen Themen gesagt, ihr dürft mich alles fragen.

00:20:10: Ihr müsst nur damit rechnen, dass ihr auch auf alles eine Antwort bekommt und die kann auch so ausfahren das sie dem ein oder anderen nicht gefällt.

00:20:18: Ja gut, das ist ja... Das kann man denn ja auch erwarten?

00:20:21: Ich

00:20:21: war ja landauflandab dafür bekannt, dass ich kein Blatt vor den Mund genommen

00:20:25: habe.

00:20:27: Ja, das hat sich hoffentlich noch nicht geändert!

00:20:29: Nein

00:20:29: nein, es hat sich nicht geendert.

00:20:32: Okay dann würde mich jetzt mal interessieren wie ist der Wie ist Ihr aktueller Blick auf die Vermittler-Branche, insbesondere im Maklervertrieb?

00:20:43: Wenn jetzt Sie treffen auf einen jüngeren Vermittlern der fragt sie Mensch wie soll ich mich positionieren eher generalistisch als Makler oder sollte man als Markler eher auf das Spezialistentum setzen.

00:20:57: Das würde Sie sagen.

00:20:59: Das kann man so generell glaube ich nicht beantworten.

00:21:02: Ich habe natürlich auch bin ja schon fast drei Jahre im Ruhestand.

00:21:08: Ich habe natürlich auch nicht mehr so den unmittelbaren Kontakt.

00:21:11: Aber was ich den Leuten immer sage ist, also wie gesagt Mitu war schon immer die falsche Strategie.

00:21:17: und was ich dem Marklern auch immer sage achtet auf eure Betriebswirtschaft das macht keine Sachen mit denen ihr kein Geld verdient ja.

00:21:28: Das muss man ganz klar sagen.

00:21:30: ein Kunde der bei mir nur eine Privataflichtversicherung hat für fünfzig Euro im Jahr Wie kann ich den wirklich gut betreuen?

00:21:42: Und ist es wirklich betriebswirtschaftlich vernünftig, jedes Jahr einmal die gesamten Kfz-Bestand durch den Fleischroll zu drehen und umzudecken.

00:21:51: Oder setzt man nicht eher auf Kunden, die bereitwillen sind der Lage sind für die Beratungsleistung eines Versicherungsmarklers und die ist ja umfassend und die auch nicht trivial oder ist man bereit für diese Beratungsleistung ordentliches Geld zu zahlen.

00:22:12: Was mir ziemliche Sorge macht im Vermittlerumfeld ganz allgemein, ist dieses Geizes-Geil thematik was mir auch sorge macht, dass ein Teil der Markler glaubt, man könne check vierundzwanzig nachbauen auf der örtlichen Ebene.

00:22:33: Das macht mir schon ein bisschen kommer, weil das natürlich nicht nur die Margen der Versicherer drückt.

00:22:39: Das ist die eine Sache sondern natürlich auch die Margin der Markler drückt und das ist ganz klar.

00:22:46: ich gehe auch davon aus es gibt ja einen Trend zu größeren Einheiten Es gibt ja auch ein klaren Trend gewisse Dinge über Service-Dienstleister nennen wir sie einfach mal Pools abzubilden.

00:23:07: Das ist im vollen Gang, aber insbesondere die Kendenz zu großen Einheiten.

00:23:10: das ist nichts was jetzt am ersten Ersten eines neuen Geschäfts hier auskommt sondern das ist eine schleichende Entwicklung, die zu vergleichen mit der Fusionsbewegung seit der Deregulierung in den Jahr fourneunzig und dafür nicht vergessen wir hatten mal irgendwie Anfang der Neunzigerjahre gab es in Deutschland noch Hundert, Siebzig, Hundert-Achzig Lebensversicher.

00:23:32: Jetzt sind es wenn man das in Gruppen umrechnet.

00:23:35: also wenn man zum Beispiel die MyLive zu Ideal rechnet oder die Dortmund hat ein Volksvollbund dann ist ja eine Gruppe.

00:23:41: Dann gibt's jetzt glaube ich noch sieben Achtzig oder achten Achtzlich und diese Entwicklung sehe ich auch im Maklerumfeld.

00:23:50: Spezialisierung ist ein sehr gutes Stichwort.

00:23:57: Wenn man einen Ansatz hat, sich zu spezialisieren wie gesagt auf der Rollzontale oder auf der Vertikalen.

00:24:06: Dann sollte man den gehen.

00:24:12: Wie sehen Sie generell das Thema?

00:24:14: Sehen wir gerade selber schon Check-Firm-Twenty und Co.

00:24:16: angesprochen.

00:24:19: Wie sind sie generell dem Bedarf an Persönlicher Beratung.

00:24:25: Das ist auch keine einfache Frage, der Engländer würde sagen, es kommt drauf an.

00:24:33: Ich sage mal so machen wir ein Beispiel eine Kfz-Versicherung.

00:24:38: Check, wenn es nicht einen Großteil an Kunden gäbe die sich zutrauen ihre eigene KfZ Versicherung zu modellieren und das einmal im Jahr.

00:24:50: Es wird Marktlack geben, die das nicht gerne hören.

00:24:52: Aber das ist

00:24:54: so.

00:24:55: Gehen wir mal auf die andere Seite der Erde zum Südpol.

00:25:04: Die betrieb

00:25:05: z.B.,

00:25:05: die Betriebliche Altersversorgung.

00:25:07: Es gibt ja diesen bösen Spruch, dass ninety-fünf Prozent der Literatur zum Thema betrieblicher Altersversocken auf Deutsch geschrieben ist.

00:25:13: Ja nirgendwo ist er betriebliche altersversorgen mit.

00:25:15: ich weiß gar nicht mehr wie viel Durchführungswege es jetzt eigentlich noch gibt.

00:25:20: Jede Regierung, ich war ja viele Jahre auch im sozialpolitischen Ausschuss beim GNEV.

00:25:24: Jede Regierung hat ja Vereinfachung und angekündigt ist ja absolutes Expertenwissen.

00:25:28: selbst bei den Versichern gibt es da ja Stabstellen die nichts anders machen wie sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

00:25:35: Ich habe da völlig den Überblick verloren und da sage ich das wird nicht gehen.

00:25:38: Das geht wieder auf der Betrieblichen noch auf der persönlichen Ebene ohne Beratungen.

00:25:43: Und zwischen diesem Nord- und dem Südpol gibt's natürlich viele spielarten.

00:25:49: Die Tatsache aber, dass jetzt wie Trade Republic und Scalable im Bereich der Kapitalanlage relativ erfolgreich sind zeigt.

00:26:00: Dass es eine zunehmende Anzahl insbesondere von jungen Menschen gibt die gelernt haben sich aus dem Internet und dann wird natürlich die Karriere noch eine besondere Rolle spielen aus dem internet Informationen zu ziehen die dazu führen dass sie sich ihre eigene Kapitalanlage zusammenbauen, ob die dann gut ist oder nicht.

00:26:24: Das zeigt sich später.

00:26:25: aber das ist so und dazwischen gibt es eben alles.

00:26:33: Glauben Sie, dass Trade Republic unscalable jetzt einfach als Platz halte?

00:26:37: Es gibt ja wahrscheinlich noch mehrere.

00:26:40: Glauben Sie, da der heilige Graal für die Herausforderung der demografischen Entwicklung im Punkt der Altersvorsorge Also, dass da viele junge Leute sich tummeln auf diesem Plattform ist unbestritten.

00:26:52: Aber glauben Sie daran, dass das langfristig funktionieren wird wenn Menschen in Apps die jederzeit zugrufbar sind ihr Vermögen verwalten?

00:27:08: Es ist zumindest so, dass es einen guten Teil der jungen Leute gibt, die sich das dort zutrauen.

00:27:16: Ja, und ob das jetzt der heilige Gral ist weiß ich nicht.

00:27:21: Aber Tatsache ist natürlich dass ein, dass das eine relativ kostengünstige Möglichkeit ist auch mit relativ kleinen Beträgen monatlichen oder einmal beträgen eine entsprechende Kapitalstock aufzubauen.

00:27:41: Und ich halte das auch wenn das viel nicht gefällt Ich haltet es für einen Fortschritt Weil es so ein bisschen auch die These hinterlegt, dass das Deutsche so ein bißchen finanzligas-täniger sind.

00:27:55: Scheinbar geht das doch auch anders?

00:27:58: Ja außer Frage, das sehe ich genauso.

00:28:01: Dass das auch mit Sicherheit ein guter Trainingseffekt ist.

00:28:03: aber wenn wir da auch mal wieder auf diese Geitsis-Geil-Thematik kommen und dann in Verbindung mit dem Langlebigkeitsrisiko, dann stelle ich mir schon die Frage wirklich die Lösung.

00:28:15: Also wenn ich jederzeit auf meinen Vermögen zugreifen kann und quasi mein persönlicher Konsum sozusagen zum größten Feind meiner Altersvorsorge wird, weil ich halt jederzeit ran kann und dann am Ende eben auch nicht die Versicherungslösung habe um das Langlebigkeitsrisiko abzusichern.

00:28:34: Das ist eben die Frage.

00:28:35: Da wird sich halt zeigen...

00:28:37: Es ist ja so!

00:28:38: Es gibt diesen schönen Spruch man soll dass man nicht alle Äpfel in einen Korb legen soll.

00:28:44: Ich bin ein ganz großer Front der klassischen Lebensversicherung.

00:28:48: Ein großer Front, der Kapitarmark orientierten Produkte, die man vongebunden nennt.

00:28:55: Ich bin aber auch der Meinung dass das Geschäftsmodell von Scalable und Trade Republic auch zu einer Altersversorgung gehören können.

00:29:05: Das heißt die Mischung macht es ich denke nicht gern in Absolutheiten ja also zu sagen nur das taugt was.

00:29:14: Ich glaube, dass die jedenfalls habe ich meine eigene Altersversorgung auch so aufgebaut.

00:29:20: Dazu zählen Wertpapier dazu zähle Steine ja also Immobilien dazu zählt natürlich eine ordentliche Risikoabschirmung und dazu zält natürlich auch die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos.

00:29:31: da ist überhaupt aus meiner Sicht keine zwei Meinungen Und ich glaube auch das die Versicherungswirtschaft gut daran tut es sich ein bisschen abzugucken was dabei scalable und trade republic passiert vor allen dingen was die customers journey angeht wenn wir sich mal angucken wie das wie dass, wie die das handeln ja.

00:29:52: Das ist schon das ist schon toll gemacht.

00:29:54: also da gibt es überhaupt keine zwei meinung.

00:29:57: Wenn ich das mit meiner banking app vergleichen ja nicht die bank nennen aber wenn ich das in einer banking app vergleiche dann dann liegen da teilweise galaxien in der anwender.

00:30:08: freundlichkeit Das muss man doch ganz klar konstatieren, oder?

00:30:17: Wenn es überhaupt welche gibt dann sind das nochmal wieder ein paar Galaxien die dazwischen liegen.

00:30:22: Aber sie sagen ja aus ihrer Sicht gibt es da keine zwei Meinungen.

00:30:26: und ich erlebe eben auch gerade insbesondere auf Social Media dass es gerade in der in der Bubble der jungen Menschen eben Oder auch keine zwei Meinungen gibt, denn die sind zumindest in der globalen Wahrnehmung so aufgestellt dass sie sagen Kosten günstiges investieren und alles andere ist eben Mist.

00:30:48: Da glaube ich ist diese Ansatz verloren gegangen.

00:30:51: nicht alle Eier in ein Korb legen hinzu Hauptsache günstig immer irgendwie frei verfügbar und da weiß ich nicht ob das der richtige Trend ist.

00:31:04: Herr erst bei die Kunden machen ja den Markt nicht der markt die kunden das ist das ist ja so das ist.

00:31:11: Jemand der in digital native ich erlebe, dass wenn ich hier in berlin oder in der u-bahn sitze oder im regional express Die leute wickeln ihr ganzes leben über das smartphone ab hat nichts erstmal nix mit versicherung zu tun.

00:31:25: die wickelt ihr ganz Leben ab die wickern ihre arzttermine ab die bitteln ihre univorlesung ab und so weiter und sofort.

00:31:31: ich weige mich einfach zu glauben dass sich dieser Trend auch nochmal umkehrt.

00:31:36: Das ist so und wir müssen uns in der Versicherungsindustrie auf diesen Trend eben einstellen, ja?

00:31:44: Und das wird natürlich in die Versicherung Industrie diffundieren.

00:31:47: Machen wir uns da nichts vor.

00:31:48: Wer heute sagt ob er es kann oder nicht, ich manage meine Kapitalanlage selbst, dann liegt's natürlich nahe, dass er sagt okay oder ich versuche, andere Versicherungslösungen zu modellieren.

00:32:04: Und das zeige ich, es gibt ja auch sehr erfolgreiche Vermittler, die sich in diesen Prozess reinhängen als Intermediär.

00:32:11: Die werden aus meiner Sicht Hauptgewinner insbesondere im Privatkontensegment sein.

00:32:17: Ja okay, da ist ein guter Punkt muss man halt überlegen wie kann ich mich da reinhängen in diesem Prozess?

00:32:27: Indem ich natürlich intelligente digitale Beratungsleistungen angege.

00:32:31: Ja oder?

00:32:32: Ich meine, wir haben ja bei der Ideal auch immer wieder Hauptstadt-Kongressen gemacht.

00:32:38: Da haben wir auch mal Markler eingeladen, das kann mich an einen Markler erinnern... auf Mallorca gesessen jetzt ein ganzes Geschäft von Mallorcas aus gemanagt in Deutschland nur mit also lange vor Corona, nur mit Videokonferenzen und und und e-mail beziehungsweise WhatsApp.

00:33:03: Das ist ja auch nichts anderes wie sich in diese Wertschöpfungskette reinzuhängen.

00:33:14: wenn ein junger Mensch Der wird irgendwann an den Punkt kommen, ich hatte jetzt neulich die Situation.

00:33:20: Da hat mich ein sehr guter alter Geschäftsfreund von mir gefragt Kannst du mir mal helfen?

00:33:28: Mein Sohn braucht eine Krankenversicherung.

00:33:33: Ich kenne die Jungen seit der fünf Jahre alt ist.

00:33:36: Ich weiß dass er seine ganzen Geldgeschäfte über sein Smartphone regelt Aber Arbeit Da kam dann doch der Punkt, wo er sagte Mensch das mit der privaten Krankenvollversicherung.

00:33:49: Das ist jetzt nicht so trivial.

00:33:51: Jetzt muss ich mir Hilfe holen.

00:33:52: Ich war da der Falsche weil ich war zwar noch mal im Aufsichtsrat einer Krankenversicherung aber ich bin jetzt nicht der große Krankenversicherungs-Experte.

00:34:00: Aber das sieht man ja dass dieses Thema Hybrid Ja,

00:34:08: richtig.

00:34:09: Und Sie haben es ja eben selber auch schon gesagt das Risikoabschirmung haben sie's glaube ich eben genannt.

00:34:15: Das ist ja ein Teil der extrem wichtig ist wenn man Vermögen aufbaut dass man es auch gegen Einfluss von außen absichert.

00:34:22: und das verlieren halt finde ich auch viele oder kriegen die Verliens nicht nur aus dem Blick sondern vielleicht haben auch viele das überhaupt nicht auf den Blick.

00:34:30: und da eben als Vermittler dann diese Rolle einzunehmen zu sagen okay Wenn du dein Vermögensaufbau selber machst, dann lass uns zumindest über die adäquate Absicherung dafür sprechen.

00:34:38: Man darf ja auch eins nicht vergessen, Herr Erspar und das sage ich immer wenn die Leute sagen naja und Lebensversicherung hat es denn noch Zukunft?

00:34:46: Und jetzt ist es umgefallen.

00:34:48: Lebensversicherung hat es dennoch Zukunft oder hat Altersvorsorge überhaupt noch Zukunft.

00:34:58: Wir sind in einer Situation werden Sie wahrscheinlich sagen, das ist jetzt die X-Rentenkommission, die aufgelegt worden ist.

00:35:04: Wir sind in einer Situation wo wir mittlerweile wenn man die LIMS, die Rentenversicherung, also die Umlage finanzierten sozialen Sicherungssysteme Rendenversicherung Krankenversicherung Pflegeversicherung Wenn man das zusammennimmt und wenn die Bundeszuschüsse, die im letzten Jahr dort geflossen sind dann sind wir, wenn man das durchrechnet liegt mal bei vierzig fünfvierzig Prozent des Bundeshaushalts.

00:35:31: Die nur aufgewandt werden müssen für diese umlagefinanzierten sozialen Sicherungssysteme damit damit die überhaupt in irgendeiner Weise noch funktionieren ja in welcher Form auch immer obwohl wir einen Riesen Zusatzbeitrag in der Krankenversicherung haben.

00:35:46: Obwohl das Rentenniveau ja in Deutschland gemessen am europäischen Standard, wenn man mal eine Cash-in-, Cash-Out Betrachtung macht nicht wirklich perle ist.

00:35:57: Das heißt das sind ja dieses Rufen nach immer mehr Geld aus dem Bundeshaushalt hat ja irgendeine Ende.

00:36:04: die demografische Entwicklung so wie sie ist ich bin neunzeigundsechzig geboren und die Notwendigkeit zu reformen Die wird immer größer.

00:36:17: Jeder, der drei und drei zusammenzählen kann weiß man kann nicht ewig die Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt erhöhen weil man dann sonst die investiven Mittel dieses Staates und wir sehen ja wie wichtig Investitionen beispielsweise in die Infrastruktur ist.

00:36:35: Das sieht jeder, ob das in der Stadt ist oder auf dem Dorf ist.

00:36:38: Sieht den Zustand unseres Straßen, unseres Nahverkehrsystems, Thema Bahnen und so weiter.

00:36:44: Das heißt wenn sie keine Mittel haben zu investieren insbesondere auch in Bildung dann haben sie als drittgrößte Industrie Nationen der Welt haben sie ein Riesenproblem.

00:36:58: Und wenn man dann mal wie gesagt den Strich darunter zieht, dann wird klar Es wird entweder Beitragserhöhungen geben müssen für diese Systeme oder Leistungsabsenkungen, ich glaube an beides.

00:37:13: Das heißt also die Notwendigkeit einer privaten Vorsorge wird immer wichtiger.

00:37:18: man wird nicht ohne private und unter betriebliche Vorsorge auskommen.

00:37:26: das bedeutet ist Vielleicht bin ich da auch der Einzige, aber ich sehe eine goldene Zukunft für die Versicherungsindustrie.

00:37:33: Insbesondere für die Krankenversicher und auch für die Lebensversicherer.

00:37:42: Da tun sich ja Löcher auf in den nächsten Jahren wenn sie die Hochrechnungen sehen.

00:37:45: Ich kann mich noch erinnern als wir die Pflegeversicherung nach Art der Lebensversicherung eingeführt haben habe ich Vorträge gehalten und habe mir neulich nochmal die Folien angelogen aus dem Jahr.

00:37:56: Da haben wir Beitragssatz, Hochrechnungen für die Jahre, zwanzig-zwanzig bis zwanzzig-fünfundzwanziger gemacht.

00:38:06: Damals hat man uns gesagt ihr malt schwarz das wird nie so kommen oder... Wir haben uns dramatisch geredet, wir lagen viel zu niedrig.

00:38:15: Das ist ein bisschen Verhalt nach dem Neujahrstag.

00:38:21: Die Hilferufe der gesetzlichen Krankenversicherung gehört und Es wird in den nächsten Jahren zu dramatischen Arbeiten an den umlagefinanzierten sozialen Sicherungssystem.

00:38:37: Wird es gehen?

00:38:38: Und wenn sie dann die dritte Säule, die Pflegeversicherung nehmen, da ist ja das Loch jetzt gerade noch am kleinsten, wird aber dann perspektivisch am größten, wenn wir alle, also Baby Boomer, Jacobus und

00:38:52: Co.,

00:38:54: wenn die dann in die pflegenahnen Jahrgänge kommen.

00:38:56: Das heißt also, die Notwendigkeit vorzusuchen wird immer größer.

00:39:02: Ja?

00:39:02: Das heißt und die Wichtigkeit einer persönlichen Beratung in welcher Form auch immer digital hybrid persönlich wird auch immer größern.

00:39:12: Das heißt eigentlich läuft doch die Versicherungsindustrie insbesondere die Krankenversicher Lebensversicher Pflegeversicher laufen eine goldene Zukunft.

00:39:26: Und wir haben natürlich nur ein Problem, dass gerade die Boomer Generation jetzt, wenn man mal das Thema Vermögensschutz nehmen und dann in Kombination mit der Pflegebedürftigkeit natürlich spät dran sind.

00:39:37: Also die wenigsten haben wahrscheinlich schon vorgesorgt privat für die Pflege.

00:39:42: Ein elf Prozent oder so?

00:39:44: Da ist die Barpflege, die ja nur einen kleinen Teil abdeckt, die ist ja schon damit drin.

00:39:51: Potenziell, ich meine man wünscht es ja niemanden aber im Schnitt werden sicherlich einige davon auch schwerstpflegebedürftig werden.

00:39:57: Ich stelle mal... wir spielen jetzt mal ein kleines Quiz.

00:40:00: Mal gucken ob sie sich auskennen der Jasper.

00:40:03: Von hundert Leuten die heute ist der zwanzigste Januar zwei tausend sechsten zwanzige von Hundert Leuten, die heute ihren sechzigsten Geburtstag fallen, welche werden davon auch

00:40:13: Achtzig?

00:40:14: Die heute den Sechzigten haben wieviel werden davon Achtzig?

00:40:17: Boah!

00:40:17: Ich würde mal behaupten so Sechzig Prozent,

00:40:22: da liegen sie dramatisch daneben.

00:40:23: Okay.

00:40:24: Neunzig von hundert werden auch achtzig Jahre

00:40:27: alt die jetzt sechzig sind.

00:40:29: Die heute sechzlich werden und von denen von den neunzig werden vierzig bis fünfvierzig Prozent auch pflegebedürft.

00:40:37: Wahnsinn das sind ja einige millionen Menschen.

00:40:41: Sie können sich... Demografie ist die einfachste, der demografische Entwicklung unterliegt die einfachsten aller Rechenarten.

00:40:49: Nämlich der Dreisatz.

00:40:50: Ja das ist krass.

00:40:52: und wie gesagt und die wenigsten haben davon ausreichend vorgesorgt so dass wahrscheinlich Erbschaften also Immobilien die existieren usw.

00:40:58: Wahrscheinlich irgendwann liquidiert werden müssen um eben da Flegel kosten wird.

00:41:02: Aber dafür sind sie ja auch da.

00:41:03: Also ich bin ich habe mich ja unheimlich unbeliebt gemacht.

00:41:07: Ich hab mal irgendwann gesagt Ich bin gegen jedes Schonvermögen in der Pflegeversicherung.

00:41:13: Es kann nämlich nicht sein, dass auf der einen Seite die Früchte des Arbeitslebens liegen auf dem Konto und wenn es dann darum geht, die Lasten aus dem Arbeitsleben... zu kompensieren, dann wird nach der Allgemeinheit gerufen.

00:41:36: Nach dem Staat gerufen?

00:41:37: Nein,

00:41:38: ich meine eine private Lösung.

00:41:40: Aber nochmal, dass man den Leuten zumuten kann das sie privat vorsorgen oder eben ihr Vermögen auflösen ist halt völlig normal

00:41:51: und da bin ich voll dabei.

00:41:53: Das

00:41:54: ist so ähnlich wie mit wie mit den Flutkatastrophen.

00:41:58: Es kann nicht sein, dass man sein Haus da aufbaut, wo es schon dreimal abgesoffen ist und dann erwartet das irgendeine Landesregierung oder die Bundesregierung für Schädenaufkommen.

00:42:07: tut mir Leidfreunde.

00:42:10: Diesem Solidargedranken habe ich noch nie angehangen.

00:42:14: Nee dem hänge ich auch nicht an.

00:42:15: aber ich würde dem anhängen, dass one sagt okay hättest du vor zehn Jahren, fünfzehn Jahre und zwanzig Jahren entschieden, dir eine private Vorsorge oder eine Gebäudeversicherung ist in dem Beispiel, oder eben eine Pflegeversicherung abzuschließen in entsprechender Höhe.

00:42:27: So könntest du deinen Vermögen schützen damit du es nicht liquidieren musst für den Verzehr in pflegezeiten oder

00:42:34: so.

00:42:35: Ja genau also darauf wollte ich hinaus.

00:42:38: Also dass man nicht nach dem Start schreit das da bin ich voll dabei und das macht mir auch immer irgendwie Kopfschmerzen wenn ich sowas dann sehe Dass das denn sowas kommt und ja.

00:42:49: Das ist wie mit den Elektro Autos.

00:42:52: Ich hab jetzt gestern gehört, es soll ja wieder so eine Prämie geben.

00:42:56: Ein Geschäftsmodell das nicht in der Lage ist sich in marktwirtschaftlichen Strukturen bei den potenziellen Kunden durchzusetzen wird man nicht... ...durch Subventionen hochpampern können.

00:43:13: Aber es wird immer wieder gemacht?

00:43:15: Natürlich wird's immer wieder.

00:43:16: Bei Flutkatastrophen ist ja unheimlich.

00:43:21: Die demografische Entwicklung und deren Wirkung auf die umlagefinanzierten sozialen Sicherungssysteme ist ja durchaus mit einer Flutkatastrophe zu vergleichen.

00:43:30: Was macht man als guter Ministerpräsident?

00:43:32: Oder wenn man nicht alle Tennis spielt, hätte ich beinah gesagt... Dann geht man mit Gummistiefeln in dieses Gebiet.

00:43:43: oder oder man etabliert eine Rentenkommission.

00:43:47: Ich weiß keine diese Bundesregierung, die wievielte Rentenkommission jetzt in der wievierten Legislaturperiode schon angesetzt worden ist.

00:43:55: und wissen wir erst mal was mich so als Staatsbürger zu diesem Thema Obenlage finanziert das Sicherungssysteme, der demografische Entwicklung so aufregend ist.

00:44:04: Wir haben ja gar kein Erkenntnisproblem.

00:44:06: Das liegt hier alles auf dem Tisch.

00:44:07: Es ist ja nichts Alles was ich Ihnen heute erzähle oder was wir heute diskutieren wir beide Das ist ja nix Neues.

00:44:14: Wir haben Umsetzungsprobleme.

00:44:17: Ja klar, weil jetzt dieses Jahr stehen fünf oder sechs Langtagswahlen an.

00:44:20: welcher Politiker wird jetzt was entscheiden?

00:44:22: Ganz

00:44:22: genau!

00:44:25: Also es braucht den Mut für das Ende der Karriere um der persönlichen Karrierei damit man Entscheidungen durchbringt.

00:44:33: So ist das und ich bin schon sehr lange der Auffassung dass die Anzahl der Legislaturperioden im Bundestag beschenken sollte, man sollte auch eine Amtszeitenbeschränkung für Bundeskanzler und Bundesminister machen.

00:44:53: Und jetzt ist gerade vielleicht ein schlechtes Beispiel aber ich fand das schon immer gut dass zum Beispiel amerikanische Präsidenten mal einmal wieder gewählt werden können.

00:45:05: also wenn die Angst vor einer möglichen Nichtwiederwahl weg ist, dann sind aus meiner Sicht Reformen einfacher umzusetzen.

00:45:17: Ja genau das denke ich auch.

00:45:20: aber gut wenn wir heute hier nicht entscheiden Nein Wir waren ja gerade schon im Thema Pflege drin.

00:45:29: Das ist ja, glaube ich auch ein Thema was Sie wahrscheinlich heute immer noch beschäftigt aber auch zur Amtszeit und bei der Ideal stark beschäftigt.

00:45:35: Ich habe ja auch viel Politikberatung gemacht in diesem Umfeld.

00:45:38: wir haben ja die Ideal bei der Erste und es ist glaube ich immer noch der einzige Versicherheit im Deutschland der über eigene nicht von der deutschen aktuelle Vereinigung hergeleitet sondern über eigene Rechnungsgrundlagen der Pflegeversicherung verfügt.

00:45:53: Ja okay weil die Größe einfach gegeben ist dann?

00:45:56: Ja so ist das.

00:45:58: Ja, weil wir auch... Wir haben damals mit der Uni Freiburg, während Raffelhüchen sehr viel Feldforschung betrieben aus dem europäischen Umfang.

00:46:05: Das ist ja auch ein Problem im Bereich der Pflegeversicherung.

00:46:10: es relativ wenige gute Statistiken gibt.

00:46:13: Also aus Norwegen oder aus Tschechien und aus anderen europäischen Ländern haben wir statistische Daten hinzugezogen die haben wir gemetscht also zusammengefügt mit eigenen Daten und haben daraus dann mit unseren Mathematikern eigene Rechnungsgrundlagen entwickelt.

00:46:33: Ja, und damit fährt die Ideale bis heute gut offensichtlich?

00:46:37: So

00:46:37: ist das!

00:46:38: Als wir uns abgestimmt haben für das Gespräch heute, haben Sie einen Satz gesagt.

00:46:43: Pflegeheime haben noch nie so viel Umsatz gemacht wie in den Jahr-Zwanzig, aber es gab eben auch genau auf der Gegenseite noch nicht so viele Pleiten in dem Jahr bei Pflegeheim.

00:46:55: Ich weiß gerade nicht, ob es Max Beck war oder ein Kollege von ihm, wie ich war letzte Woche auf dem Jahresauftakt von der Pelle und da hat Max ja auch gesprochen.

00:47:03: Und ich glaube er hat's da auch aufgegriffen dass es eben irgendwie Hundertfünfzig neue Öffnungen von Pflegeheim gab aber dagegen stehen irgendwie vierzig Schließung.

00:47:10: Der

00:47:14: Druck auf die Pflegeheime oder insbesondere der Anbieter von Pflegeleistungen steigt natürlich, weil man ja auch angefangen hat, die Leute besser zu bezahlen.

00:47:31: Das sagt ja, Pflegeleistung muss gut bezahlt werden – das sind wir uns alle einig!

00:47:37: dann wieder von Pflegeleistung dann auch ihre Preise erhöhen müssen.

00:47:41: Aber die können das nicht in dem Maße erhöhen, wie die Gehälter jetzt gestiegen sind und das hat dazu geführt dass die wirtschaftlich unter Druckerarten sind.

00:47:49: Dazu kommen die deutlich höheren Energiekosten Die Maintenance der Pflegehäuser also die Wartung der Pflegehäuse.

00:47:59: jeder weiß wie sich die Handwerker Leistungen entwickeln haben.

00:48:03: gegen Norden Kommt eins zum anderen die Inflation und so weiter.

00:48:06: Und das führt dazu, dass trotz dieser ganzen Entwicklung viele Pflegeheimen nicht mehr enttabel zu betreiben sind.

00:48:14: Das kommt in diese ganze Gemengelage.

00:48:16: also schlichtwurz steigende Anzahl von Pflegebedürftigen ja noch dazu

00:48:21: ein krasses Problem?

00:48:22: Und die Frage ist wie will man dem her werden weil jetzt eine Boomer Generation jetzt zu sagen hey ich schließe eine hinreichende Versicherung ab Die Beiträge sind jenseits von gutem Böse.

00:48:32: Also dann reden wir über niedrige bis mittlere dreistellige Beiträge im Monat, um halt jetzt entsprechend für drei, vier, fünftausend Euro Kosten dann auch eine Absicherung zu haben.

00:48:42: Na ja gut aber die Leute in meinem Alter sind den steht hier.

00:48:48: wenn man dieses kleine Rechenbeispiel oder dieses kleinen Experiment was wir eben gemacht haben, wenn man das mal zugrundigt, den steht ja das Wasser schon bis hier.

00:48:56: Ja, stimmt.

00:48:58: Und das Brändehaus zu versichern war schon immer ein bisschen schwierig?

00:49:04: Ja,

00:49:06: aber nichts ist so trotz.

00:49:07: Es lohnt ja gerade für die Leute, die jetzt so fünftig sind, die schon gewisse Vermögen haben, die sollten überlegen ob es nicht sinnvoll ist.

00:49:16: Also selbst bis fünfzig.

00:49:17: Ob es nicht Sinnvoll ist Teil dieses Vermögens umzu widmen in eine Absicherung von Fliegeln.

00:49:25: Ja weil ich's damit halt in Anführungszeichen hebeln kann, weil ich über das Kollektiv dann länger davon zählen kann als wenn ich mein eigenes Vermögend aufbrauche.

00:49:35: Genau.

00:49:36: Ja, Wahnsinn!

00:49:36: Also auch da sehe ich große Chancen für den Vertrieb.

00:49:39: Natürlich!

00:49:40: Weil die Kinder... also ich bin ja ein Kind der Boomer-Generation.

00:49:45: Also meine Eltern sind halt auch Jahrgang dreiundsechzig und so.

00:49:49: Und bei mir steigt natürlich das Bewusstsein massiv an jetzt sowas zu organisieren und das wird ja hoffentlich in der breiten Masse aus so sein.

00:49:57: Also auch beim Menschen, die jetzt beruflich nicht in der Branche unterwegs sind.

00:50:00: Das hoffen wir mal.

00:50:01: Kann man nur hoffen.

00:50:04: Okay.

00:50:06: Dann habe ich noch einen Punkt, den ich gerne nochmal ansprechen würde ist wir haben ja auch schon Konsolidierung Versichere und so weiter gesehen und auch vorhin schon Pools angesprochen Wie blicken Sie auf dieses Thema Konsolidarung im Versicherungsmarklermarkt?

00:50:21: Also diese Einheiten die sich dort bilden wo dann am Ende das Stichwort Kotash Harmonisierung eine Rolle spielt usw.. vielleicht mal aus Sicht eines Versicherers.

00:50:37: Wie ist diese Entwicklung zu sehen?

00:50:41: Diese Entwicklung sehen wir in allen zersplitterten Märkten, also der Marklamarkt ist ja ein atomisierter Markt.

00:50:48: Selbst wenn man die ganz großen Markler nimmt, die sich hier kaum vergleichen lassen selbst die haben ja Marktanteile sehr, sehr klein.

00:50:58: In alle atomisierten Märkte... Man erlebt das ja zum Beispiel jetzt auch bei Arztpraxen, wo also große Praxisgemeinschaften gekauft werden von Private Equity-Unternehmen oder von Unternehmen die von Private equity ähnlichen Geldströme finanziert werden.

00:51:19: Da ist diese Entwicklung zwangsläufig.

00:51:23: Ich bin weiter davon entfernt dieser Entwicklung als besonders positiv oder als besonders negativ zu bewerten.

00:51:30: Die ist einfach zwangsläufig da und wir sehen das zum Beispiel jetzt auch bei uns in der Gruppe im Bereich der Bestatter, also die Auren AG, als Dachmarke kauft auch konsolidiert den Markt weil natürlich es wie mit den Arztpraxen und Versicherungsmarktler betrieben, weil dann natürlich vielfach nachfolge Themen anstehen, die ungelöst sind.

00:51:55: über hundert Jahre gelten der Regel, dass der älteste Sondern das Geschäft des Vaters übernimmt.

00:52:02: Das gibt's nicht mehr

00:52:03: so.

00:52:05: Man muss nur wissen wenn man sich ganz allgemein da gab es in den letzten Wochen auch ein paar Meldungen die diese Private Equity Leute ich habe ja mit denen auch zu tun gehabt und das sage ich auch mal völlig wertfrei Die haben nicht die Himmlische Barmherzigkeit bei Mutter Theresa in Kalkota studiert.

00:52:29: Die sind profitorientiert und deren Geschäftsmodell ist es halt, kurz zu konsolidieren und dann möglicherweise auch wieder mal zu verkaufen.

00:52:42: Das muss man halt wissen, wenn man sein Lebenswerk, egal ob das jetzt eine Arztpraxis mit Bestattungsunternehmen oder Versicherungsmarktlerbetrieb ist.

00:52:49: Wenn man das in deren Händel gibt.

00:52:51: Ich glaube, dass es da... Das sind ja alles... Handy ja teilweise auch sehr gut weil die auch aus der Versicherungindustrie kommen.

00:53:00: Es sind hoch honorige Leute, die machen das gut und haben den richtigen Ansatz aber es ist halt... Kapitalismus pur, das muss man wissen.

00:53:12: Ja?

00:53:13: Jetzt speziell bei Pools... Also es gibt ja einmal die klassischen Konsolidierer ich will jetzt keine Namen nennen aber die halt Marklerunternehmen kaufen, die integrieren.

00:53:21: Geschäftsführer bleiben noch ein paar Jahre da und so weiter.

00:53:24: Das ist das eine Lager.

00:53:25: das andere sind Pools Die sagen wir sind durch Private Equity mit Geld ausgestattet Und wir kaufen Bestände von normalen Versicherungsmarklern oder docken einfach nur Markler an uns an, weil wir die Technologie eben entsprechend anbieten und so weiter.

00:53:41: Sehen Sie da ein Systemrisiko?

00:53:44: Ein Marktrisiko für diese, ja, für die Markler dass sie irgendwann verdrängt werden aus dem Prozess?

00:53:52: oder sehen Sie das nicht?

00:53:53: Also ich glaube, dass diese Modelle also Private Equity gestützten Modelle, dass die nebeneinander laufen werden... Ich glaube nicht, dass die eine marktbeherrschende Stellung bekommen werden.

00:54:07: Peter hat das eine und noch das andere.

00:54:09: Ja aber gibt es einen für den einzelnen Vermittler jetzt?

00:54:12: Gibt es der jetzt nicht einfach sage ich verkaufe sondern ich gehe jetzt in ein System was private equity finanziert ist und betreibe dort mein Geschäft eigenständig weiter also in dem Pool.

00:54:20: Ja gibt es dort aus ihrer Sicht für den Vermittlern ein Risiko, dass er aufgrund von Profiterhöhungen auf der einen Seite irgendwann durch Quotaschkürzung etc.

00:54:32: aus dem System verdrängt wird?

00:54:33: oder ist das eine falsche Annahme?

00:54:35: Weil die wurde auch jetzt kürzlich letzte Woche dort massiv diskutiert.

00:54:39: Also ich glaube, dass es auch immer sehr individuell davon abhängt was der Makler wirklich erwartet wenn er Makler erwartet, dass er in einem System, dass ihm erstmal viel Geld, Front-up viel Geld zahlt dann so weiter.

00:54:57: ich sage erst mal bewusst wurscheln kann wie bisher.

00:55:02: Das würde ich für naiv halten.

00:55:06: Ja, dann würde ich sagen vielen Dank erstmal.

00:55:08: Dann würde ich den Zuhörer jetzt mal hier verabschieden stoppen mal die Aufzeichnung und dann ja auf jeden Fall hier.

00:55:14: schon mal Danke und

00:55:16: Tschüss!